Haberer-Groteske „Jeder verrot jeden“ im Westerhamer Schützen- und Trachtenhaus

Die Theaterspieler des Trachtenvereins „D’Mangfalltaler Westerham“ feierten unter der Regie von Heidi Oswald im ausverkauften Saal des Schützen- und Trachtenhauses Premiere mit dem Haberer-Stück „Jeder verrot jeden“ von Georg Maier.

In dem Dreiakter, der um das Jahr 1890 irgendwo in Oberbayern spielt, geht es gleich zu Beginn der Aufführung richtig wild zu, wenn sich vier dunkle Gesellen im Saal verteilen und mit dem damals so gefürchteten Haberfeldtreiben beginnen. Es werden Rügeverse verlesen, Krawall gemacht und geschossen, so dass die Zuschauer sofort mittendrin im Geschehen sind. Auf der Bühne in der Gaststube dann bereiten sich die Haberer auf ein großes Treiben vor. Der gewitzte Braumeister und Gastwirt Balthasar Schnappauf (authentisch dargestellt von Sigi Lechner) hat als Haberermeister im Dorf zwar das Sagen, muss jedoch auch mit finanziellen Engpässen und persönlichen Verfehlungen fertig werden. Der gwappelte und raffinierte Viehhändler Rosserer (ausdrucksstark gespielt von Michael Huber) weiß um die Schwächen des Wirts und nutzt dieses Wissen zu seinem Vorteil aus. Als Belohnung für sein Entgegenkommen möchte er die schlaue Bräutochter Meisi (charmant und raffiniert Verena Luger) zur Frau. Meisi kümmert sich um ihren Vater und dessen vernachlässigte Wirtschaft und ist strikt gegen das eigentlich von der Obrigkeit verbotene Haberfeldtreiben. Zu ihrem Kummer ist auch ihr Tschamsterer, der Holzknecht Toni Hatzl (brillant besetzt mit Pankraz Schaberl), mit von der Partie und kommt in große Bedrängnis. Nur knapp kann Hatzl der Polizei entkommen und versteckt sich im Gasthaus, wobei er die Gelegenheit beim Schopf packt und „nass fuadad“. Die daraus resultierenden Szenen strapazierten die Lachmuskeln der Besucher. Besonders der schlitzohrige Dorfgendarm Sixtus Dipflberger (souverän und amüsant gespielt von Martin Oswald) macht den Dorfbewohnern zu schaffen. Diese halten ihn zwar für einfältig und nehmen ihn nicht ernst, doch Dipflberger strebt nach Höherem, nach einer Stelle bei der Kripo oder Sitte in der Stadt. Da er die Schandtaten aller kennt und somit alle in der Hand hat, sieht er auf dem Weg nach oben seine Chance, indem er einen gegen den anderen ausspielt. So kommt es, dass zum Schluss jeder jeden verrät und nix’n ned gwiss is…..

Wie diese Haberer-Geschichte endet, können die Zuschauer noch in den weiteren Aufführungen erleben.

Aufgrund der großen Nachfrage finden am 27. und 28.10. jeweils um 20 Uhr und am 29.10. um 19 Uhr noch Zusatzvorstellungen statt. Die Karten können bei Marion Lechner unter Tel. 08063/1324 bestellt werden.

Eine besondere Ehre wurde den Theaterspielern zuteil, denn Georg Maier, der Autor des Stückes und Chef der bekannten Iberl-Bühne, besuchte mit seiner Frau Raphaela die Vorstellung in Westerham!

Nach dem lang anhaltenden Schlussapplaus der begeisterten Premierenbesucher bedankte sich Martin Oswald, der sich im Vorfeld auch um Werbung und Technik kümmerte, für das Engagement aller Helfer im Hintergrund. Besonderer Dank galt dem Trachtenvereinsvorstand Schorsch Berndl für die Ansagen und Technik während der Aufführungen, den Bühnenbauern Jürgen Wunner und Sigi Lechner mit Helfern, den Bühnenmalerinnen Dagmar und Rosalie Lechner, Anette Lechner für das Ändern der Kostüme, Irmi und Lisa Petzinger und Lisa Steininger für die Maske, den Souffleusen Vroni Weber und Marlies Schaberl und Evi Steininger für die Requisite. Ein großer Dank galt auch Resi Faltlhauser, Lisbeth und Liserl Schaberl und Helmut Senger mit Service- und Küchenteam, Marion Lechner und den fleißigen Kuchenbäckerinnen und den Musikanten.

Und hier einige Bider:

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