D'Mangfalltaler Westerham

Treu dem alten Brauch

Premiere „Der kahle Krempling“ im Westerhamer Schützen- und Trachtenhaus
Die Theaterspieler des  Trachtenvereins „D’Mangfalltaler Westerham“ feierten im ausverkauften Saal des Schützen- und Tachtenhauses Premiere mit der Kriminal-Komödie „Der kahle Krempling““ von Peter Landstorfer. Unter der Regie von Heidi Oswald wurden die Zuschauer in das Jahr 1898 in ein gut bürgerliches Haus in München entführt. Die Erbtante Pauline von Wettenlach (Evi Steininger in Würde gealtert) bittet traditionell alle 5 Jahre ihre Angehörigen zur Geburtstagsfeier, um sich bei einem auserwählten Diner von den verschiedensten Darbietungen ihrer Erben unterhalten zu lassen. So erscheinen ihre verlotterte Nichte Olga Fetzinger (ausdrucksstark dargestellt von Maria Benda), die gern ein Gläschen zu viel trinkt, ihr Neffe Blasi Lauderer, der verkannte Opernsänger Blasio Fortanto (brillant besetzt mit Pankraz Schaberl), der gerne zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten seine Arien schmettert, der schlitzohrige Hopfenbauer Lenz Feichtmeier (authentisch verkörpert von Michael Huber), die verwitwete Nichte Brunhilde zu Löffelholz (charmant gespielt von Verena Luger) mit ihrem vertrottelten Bruder Otto Hasenfuß (amüsant dargestellt von Thomas Lechner), der sich als General ausgibt und trotzdem kein Blut sehen kann, um der ungeliebten Tante in Anbetracht des großen zu erbenden Vermögens ihre Aufwartung zu machen. Hausdiener Heinrich Heinrich und Hausmädchen Maisonette (pfiffig gespielt von Det Biermann und Andrea Steininger) durchschauen die Gäste, kümmern sich aber pflichtbewusst um den reibungslosen Ablauf der Feier. Als jedoch Tante Paula im Beisein des Kriminalrates Findus Feigl (souverän verkörpert durch Hans Selzer) ihr Testament verliest, ist die Überraschung groß. Der letzte Wille der Tante besagt, dass künftig jedes Jahr auf diese Weise Geburtstag gefeiert wird und als Zeichen der Wertschätzung eine sich jährlich verdoppelnde Summe an das Geburtstagskind zu zahlen ist. Am Tag nach der Feier kommt es während des Kirchganges  der Tante zum bösen Erwachen bei den Anverwandten und zur Erkenntnis, wieviel Geld man künftig in die rüstige Tante investieren muss, damit man erbberechtigt bleibt. Zusammen mit dem Hausdiener Heinrich Heinrich reift nun der Gedanke, ein wenig nachzuhelfen und den Erbfall zu beschleunigen. Die Erbschleicher schmieden einen fatalen und heimtückischen Plan, den vermeintlich perfekten Mord……….….

Wie sich die Geschichte weiterentwickelt können die Zuschauer in den nächsten Aufführungen erleben. Karten sind noch erhältlich für die Sonntagsvorstellung am 23.10. um 19 Uhr erleben. Aufgrund der großen Nachfrage finden am 28.10. und 29.10. jeweils um 20 Uhr  noch Zusatzvorstellungen statt. Einlass jeweils eine Stunde vor Spielbeginn.  Die Karten können bei Marion Lechner unter Tel. 08063/1324 zwischen 08:00 – 17:00 Uhr bestellt werden.

Nach dem lang anhaltenden Schlussapplaus der begeisterten Premierenbesucher bedankte sich Martin Oswald, der auch für die gesamte Werbung und Technik verantwortlich ist, für das Engagement aller Helfer im Hintergrund. Besonderer Dank galt den Bühnenbauern Sigi Lechner, Jürgen Wunner und Hans Selzer, den Bühnenmalerinnen Dagmar, Christine und Rosalie Lechner, Anette Lechner für das Ändern der Kostüme, Irmi Petzinger, Christine Lechner und Lisa Steininger für Frisuren und Schminke und den Souffleusen Vroni Weber und Marlies Schaberl. Eine besonders große Aufgabe hatte heuer Barbara Steyrer mit der Requisite, da sie in den vielen Proben und Aufführungen jeweils für das leibliche Wohl der Spieler verantwortlich war. Ein großer Dank galt auch der Wirtin Christiana Atzinger mit ihrem Bewirtungs- und Küchenteam und den fleißigen Kuchenbäckerinnen.

Und hier einige Bilder

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