D'Mangfalltaler Westerham

Treu dem alten Brauch

“A Kufern” begeisterte im Schützen- und Trachtenhaus

Trachtenvereinsvorstand Sigi Lechner war stolz und überglücklich, als er die äußerst zahlreich erschienenen Gäste zum ersten Mal auf einer eigenen Bühne begrüßen durfte und sich der Vorhang nach aufwändigen Proben und Bühnenarbeiten zum ersten Mal öffnete.

Die Theaterspieler des  Trachtenvereins „D’Mangfalltaler Westerham“ feierten am Kirtasamstag im ausverkauften Saal des Schützen- und Tachtenhauses Premiere mit der Gaunerkomodie „Der Kufern“ von Peter Landstorfer. Unter der Leitung und Regie von Heidi Oswald waren die Zuschauer hautnah zu Gast bei einer kleinen Gangsterbande im München der 1920-er Jahre und erlebten durch die ausdrucksstarken und gut besetzten Schauspieler die Wandlungsfähigkeiten der listigen und raffinierten Kleingangster und des dazugehörenden Bühnenbildes.

Die Schneiderei vom Nagel Toni (Christof Stefaner) und seiner Frau Zeiger Lilly (Regina Benda) ist nur die Tarnung für die eigentlichen Machenschaften und Gschäftl der Gauner, die souverän von ihrem „Gangsterlboss“ Bubi Pratzler (Thomas Lechner) geführt werden. Leider verzweifelt er oft an der Einfallslosigkeit seiner Kollegen. Lilly stiehlt die 99. Taschenuhr, sein Gspusi Lalo (Andrea Steininger) lässt sich beim Pratzln Spielgeld andrehen, der Einbruchsspezialist Fingerl Beppi (Quirin Atzinger) und seine Frau Erna (Martina Steininger) ergattern beim Einbruch nur ein Briefmarkenalbum und der Trickbetrüger Stauber Luggi (Sepp Allinger) betrügt sich selbst mehr als seine Opfer.

Nur der kleine Gassen Paule (Sigi Lechner) scheint den großen Coup gelandet zu haben. Er stiehlt einen „Kufern“ voller Geld. Doch leider handelt es sich dabei um eine Schmiergeldaffäre, die bis in die große Politik reicht.

Bubi schlägt dem betroffenen Ministeri (Martin Oswald) einen Handel vor, bei dem das Geld in einem zum Etablissement verwandelten Hinterzimmer gewaschen werden soll. Der hohe Herr beisst an. Aber in dem Moment, in dem er seine zweideutigen Geschäfte mit Bubi und Lilly tätigen will, nimmt die Angelegenheit durch den Auftritt der frommen und rührigen Schwester Pankratia (Petra Englmeier) eine unerwartete Wendung. Auch hier erweist sich wieder einmal der Spruch: „Wer zuletzt lacht, lacht am meisten“.

Anlässlich der Premiere bedankte sich Martin Oswald  auch besonders bei den Bühnenbauern Sigi Lechner, Heidi Oswald, Manfred Zacherl und Jürgen Wunner…? den Bühnenmalerin Anette Lechner, sowie bei allen, die hinter der Bühne (Souffleuse  Verena Luger, Technik Michael Huber), in der Maske (Irmi und Lisa Petzinger, Katharina ?…. und Lisa Steininger), bei der Bewirtung und als Musikanten zum guten Gelingen des Abends beigetragen haben. Besonderer Dank wurde dem Trachtenvorstand Sigi Lechner und Regisseurin Heidi Oswald zu teil, da nur durch deren unermüdlichen Einsatz die Aufführungen ermöglicht werden konnten.

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